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Über p17

Interview
11:14 15.02.2018

Der Koalitionsvertrag zwischen den Unionsparteien CDU und CSU sowie der SPD sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Wir haben den Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Nord-Westfalen, Benjamin Beloch, zu dem Papier befragt. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Geomarketing-Agentur p17 in Gronau.

Wie bewerten Sie den Koalitionsvertrag?

Beloch: Er ist kein großer Wurf.

Können Sie das präzisieren?

Beloch: Die junge Wirtschaft hätte sich ein stärkeres Signal des Aufbruchs gewünscht. Anstatt besserer Wachstums- und Investitionsbedingungen droht uns, im Status Quo zu verharren.

Ihre Bundesvorsitzende Kristine Lütke hat gesagt, dass es mit einer Politik der kleinen Schritte ein langer Weg hin zu einem zukunftsfähigen Staat ist.

Beloch: Das ist auch meine Meinung. Die Antworten im Hinblick auf die Wirtschaft hätten durchaus mutiger ausfallen können. Aufbruchsstimmung klingt anders. Besonders die Schritte im digitalen Bereich sind mir zu klein. Wir wollen ein modernes Deutschland. Dafür muss das Tempo in Berlin erhöht werden. Zwar sind Milliarden-Investitionen für flächendeckende Glasfaser-Netze – auch im ländlichen Raum – erfreulich. Dies kann für die Unternehmen aber nur der erste Schritt sein.

Was sind weitere Schwachpunkte?

Beloch: Auf Steuerentlastungen für Unternehmen wird im Koalitionsvertrag weitestgehend verzichtet. Angesichts von Überschüssen müsste hier mehr drin sein. Geringere Steuerbelastungen und kürzere Abschreibungsfristen hätten uns mehr Gestaltungsspielraum verschafft. Auch für Investitionen. Deshalb ist bei uns jungen Unternehmern Skepsis angebracht. Insofern sind wir doch enttäuscht. Nur weil es uns gut geht, dürfen wir nicht unsere Zukunftspotenziale verspielen. Auch die Rentenfrage wird nicht zufriedenstellend beantwortet.

Reichen die geplanten Maßnahmen zum Bürokratieabbau aus?

Beloch: Erfreulich sind sie allemal. Auch wenn die große Chance auf Bürokratieabbau verschenkt worden ist. Dass in den ersten beiden Jahren nach Gründung die Unternehmen von der monatlichen Voranmeldung der Umsatzsteuer befreit werden, ist der richtige Weg. Spart den Beteiligten viel Aufwand. Auch begrüßen wir verbesserte Bedingungen für Wagniskapital. Jetzt gilt es, dass die Politik die Maßnahmen der Entbürokratisierung auch wirklich umsetzt.

Gibt es auch Positives zu berichten?

Beloch: Durchaus. Wir erkennen eine Reihe richtiger Ansätze. Die Stärkung der beruflichen Bildung gehört ohne Zweifel dazu. Besonders die der höheren Berufsbildung. Endlich wird in Berufsschulen investiert. Ein wichtiger Ansatz zur Fachkräftesicherung. Dies wurde lange Zeit vernachlässigt. Die von den Koalitionspartnern versprochenen Investitionen in Bildung sollten ein Garant für eine fundierte betriebliche Bildung sein.

Auch dass Familie und Unternehmensgründung in Zukunft besser miteinander vereinbar sein sollen, begrüßen wir. Die Einführung einer sogenannten Gründerzeit ähnlich der Familienpflegezeit wäre der richtige Schritt, um Unternehmertum zu stärken. Man darf gespannt sein. Die neue Bundesregierung wird sich daran messen lassen müssen, wie es den Menschen in vier Jahren besser geht.

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